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Die
Feuerwehr Hechingen im dritten Reich
Die
Machtergreifung Hitlers und die damit verbundenen Veränderungen,
berührten auch die Hechinger Wehr. Das demokratische
Kommandantenprinzip wich dem Führerprinzip. Gegen seinen
und dem Willen der Wehr mußte Franz Schetter angeblich
altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden. Ohne Mitwirken
der Wehr wurde vom Landrat Erich Schirmer ins Amt eingesetzt.
Die Feuerwehren wurden zu Hilfspolizeitruppen umgewandelt
und der Hitlergruß wurde eingeführt. Die allgemeine
Gleichschaltung hatte sich auch in der Hechinger Feuerwehr
durchgesetzt. Für viele bot sich durch den Beitritt
zur Feuerwehr jetzt die Gelegenheit, den Beitritt zur
verhaßten SA zu umgehen.
Dennoch
machte 1937 die Motorisierung einen wichtigen Schritt
voran. Der Motorlöschzug wurde gänzlich Hechingen unterstellt,
welche nun auch als Überlandlöschilfe fungierte. Im
Jahre 1942 wurde dieser Löschzug mit einem weiteren
Fahrzeug erweitert, einem schweren Löschzugfahrzeug
(SLG). In Hechingen befanden sich bisher zwei automobile
Löschzüge: einer für Überlandhilfe und einer für den
städtischen Einsatz. Bei auswärtigen Großfeuern hatte
aber auch diese städtische Spritze auszurücken. Mit
der Anschaffung der motorisierten Spritze im Jahre 1924
hatte Hechingen für ganz Hohenzollern den Anfang mit
der Motorisierung gemacht. Es war also eine fortschrittliche
Tat, die damals dank der Anregung des Kreisfeuerlöschinspektor
Schmid unternommen wurde".
Mit
dem Kriegsausbruch 1939 begann die schwerste Zeit der
Wehr. Das Kommando übernahm nun wieder Franz Schetter.
Als größere Einsätze wurden für das Jahr 1935 der Brand
der Daikersche Schmiede am Obertorplatz, für das Jahr
1940 der Dachstuhlbrand des Landgerichtes in Hechingen
überliefert.
1941
zählte die Feuerwehr lediglich noch 49 Mann, sodaß ab
1941 eine Hitlerjugend-Feuerwehr mit bis zu 10 Kindern,
sowie eine Frauenfeuerwehr ins Leben gerufen wurden.

Frauenfeuerwehr
im dritten Reich
Auch
die Aufgaben der Wehr wurden erweitert: vormilitärische
Ausbildung, Gasspürtrupps und die Überwachung der Verdunkelung,
aber v.a. der Einsatz bei Luftangriffen. Bomben fielen
über Hechingen am 22. November 1942, die dem Gaswerk
in der Friedrichstrasse galten. 70 Wehrmänner hatten
nach einer halben Stunde das Feuer gelöscht. Bei einem
zweiten Angriff 1945 auf die Brücken der B 27, wobei
einige Personen getötet wurden, wurde die Wehr scheinbar
nicht mehr eingesetzt. Als ein Bomber über Hechingen
abgeschossen wurde, entstanden zahlreiche Waldbrände.
1943 erhielt die Feuerwehr Hechingen ein neues Löschfahrzeug
LF 15 und eine Tragkraftspritze TS 8. Als beim Einmarsch
der französischen Truppen am 22.April 1945 das Dienstgebäude
am Güterbahnhof in Brand geschossen wurde, hatte die
Polizei-Feuerwehr ihren letzten Einsatz.
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