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01.10.2026Druckversion


Einsatzbericht

Kellerbrand, Feuerwehr rettet Bewohner über tragbare Leitern

Hechingen. Am frühen Dienstagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Hechingen um 17.01 Uhr zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Stauffenbergstraße alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „Feuer 4 mit Personenrettung“. Dank des schnellen Eingreifens der insgesamt 48 Einsatzkräfte konnten acht Personen und ein Hund über Steckleitern gerettet werden. Der Brand wurde rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

 

Alarmiert wurde unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Frank Brecht der erweiterte Löschzug der Stadtabteilung. Dieser besteht aus einem Kommandowagen (KdoW), einem Löschgruppenfahrzeug (LF 20/16), einer Drehleiter mit Korb (DLA-K), dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 1 (HLF 20), dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 2 (HLF 16/12) und einem Einsatzleitwagen (ELW 1). Nachdem die Integrierte Leitstelle den Brand bereits während der Anfahrt bestätigt hatte, wurde die Abteilung Boll mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) und einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) nachalarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits eine starke Rauchentwicklung aus dem Gebäude sichtbar. Auf der Gebäuderückseite hielten sich acht Personen, darunter ein Kind, sowie ein Hund auf den Balkonen auf.

Bereits in dieser frühen Einsatzphase wurde der Einsatz in zwei Einsatzabschnitte gegliedert.
Der Einsatzabschnitt „Gebäudevorderseite“ wurde zunächst vom LF 20/16 und der DLA-K gebildet. Die Aufgabe bestand in der Brandbekämpfung und der Personensuche im Treppenraum.

Der Einsatzabschnitt „Gebäuderückseite“ wurde vom HLF 1 und dem TSF-W aus Boll gebildet. Seine Aufgabe war die Rettung der Personen über tragbare Leitern.

Beide Einsatzabschnitte wurden personell durch das HLF 2 und das TSF verstärkt.

Da im weiteren Einsatzverlauf die Kellertür zu einem weiteren Treppenhaus durchbrannte und es auch dort zu einer starken Rauchentwicklung kam, wurde die Abteilung Sickingen mit einem weiteren TSF-W zur Einsatzstelle alarmiert. Der ELW wurde von der Führungsunterstützungseinheit der Freiwilligen Feuerwehr Rangendingen mit ihrem Mehrzweckfahrzeug (MZF) unterstützt.

Der anwesende Rettungsdienst sichtete insgesamt 16 Bewohner. Zwei von ihnen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.

Nachdem alle Personen gerettet waren und die Brandbekämpfung unter Kontrolle war, wurde das Gebäude mit einem Überdrucklüfter belüftet. Weitere Atemschutztrupps kamen zum Einsatz die gesamten Wohnungen nochmals auf Personen und Tiere zu kontrollieren.

Zur Sicherstellung der Einsatzstellenhygiene, insbesondere für die 16 eingesetzten Atemschutzgeräteträger, richtete die Besatzung des nachgeforderten Gerätewagens Transport (GW-T) eine entsprechende Hygieneeinrichtung ein.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Hechingen mit der Stadtabteilung und den Abteilungen Boll und Sickingen sowie die Feuerwehr Rangendingen. Insgesamt waren 48 Feuerwehrkräfte, 33 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und neun Polizeibeamte vor Ort. Ebenfalls vor Ort waren der Stromversorger, die Stadtwerke und der stellvertretende Kreisbrandmeister.



© Feuerwehr Hechingen, Ermelesstraße 7, 72379 Hechingen